Amarone: Wein aus getrockneten Trauben

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Nur die besten Trauben der Rebsorten Corvina Veronese, Rondinella und Molinara werden in einem aufwendigen Prozess zu einem der großen Weine aus dem Veneto, einer nordöstlichen Region Italiens. Der Amarone wird aus getrockneten Trauben erzeugt und trägt als einer von 73 italienischen Weinen das Qualitätsprädikat DOCG.

Traditionelle Trocknung

Nach der Weinlese erfahren die Qualitätstrauben einen sanften Trocknungsprozess auf von zwei bis vier Monaten. Bei diesem manuellen Prozess werden traditionell Holzgitter und Strohmatten verwendet. Während dieser Phase verlieren die Trauben bis zu 75 % ihrer flüssigen Masse und die enthaltenen Aromastoffe verdichten sich. Rund drei Wochen nach dem Mahlen und Maischen der Trauben setzt die alkoholische Gärung ein. Nach weiteren sieben Wochen ist die Gärung abgeschlossen.

Ausgedehnte Reife

Der Amarone wird traditionell in Eichenfässern zur Reife gebracht. Die Reifezeit umfasst mindestens zwei Jahre, kann jedoch bei vielversprechenden Jahrgängen auf bis zu sieben Jahre ausgedehnt werden. Dann hat der Wein das Potenzial zu einem Amarone Riserva. Während der Fassreife intensivieren sich die Aromen und der Amarone entwickelt seinen unvergleichlichen Geschmack. Bei optimalen Bedingungen kann der Amarone nach der Flaschenabfüllung bis zu 30 Jahren lagern.

Ausgeprägter Charakter

Er ist ein trockener Rotwein von intensivem Rot, der aufgrund seiner cremigen Konsistenz mit Sherry verglichen wird. Namensgebend ist eine zarte Bitternote, die von Blüten, dunklen Beerenfrüchten, Kräutern und Dörrobst begleitet wird. Das süße Bukett des Amarone gehört ebenso wie der Alkoholgehalt von bis zu 16 % Vol. zu seiner Charakteristik. Die optimale Trinktemperatur beträgt 17 bis 20 °C. An seiner Bitternote und der intensiven Tiefe scheiden sich die Geschmäcker.

Bild: bigstockphoto.com / phbcz

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